Wilde Bienen auf Wohnungssuche

„ Wilde Bienen auf Wohnungssuche“

Im Gegensatz zu den geselligen Honigbienen führen die Wildbienen meist ein Singledasein.

Von uns Menschen meistens unbemerkt, leben in Deutschland mehr als 550 Arten von Wildbienen. Man entdeckt sie schon an den ersten warmen Tagen im Februar und kann sie dann bis in den Herbst hinein beobachten. Wildbienen brauchen über die ganze Saison ein reiches Angebot an Blüten als Nahrung.

Sie sterben aus, wenn dieses fehlt. Auch fehlt es oft an geeigneten Nistplätzen. Etwa die Hälfte aller Wildbienenarten steht deshalb bereits auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Ein Insektenhotel, ganz gleich ob groß oder klein, selbst gebaut oder gekauft, bietet Nistmöglichkeiten für viele Ansprüche und ist ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz.

Das sollte der Erbauer wissen

Der Kreativität bei der Ausführung sind keine Grenzen gesetzt! Hauptsache es gibt Löcher im richtigen Durchmesser, keinen Durchzug (Löcher deshalb nicht durchbohren!) regengeschützt und reichlich Sonne. Die Löcher müssen sauber gebohrt, und dürfen nicht ausgefranzt sein.

Auf Lochziegel können Sie getrost verzichten, es sei denn, Sie füllen die Löcher mit Stücken von Bambus /Holunder oder Schilfhalmen. Sonst werden sie nicht angenommen.

Spannen Sie Hasendraht im Abstand von ca. 2 cm vor dem fertigen Insektenhotel. Damit schützen Sie die Bewohner vor neugierigen und hungrigen Vögeln.

Wildbienen sind nicht gefährlich

Sie gehen uns Menschen aus dem Weg. Zwar haben sie einen Stachel, doch der ist bei den meisten Arten zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Als reine Blütenbesucher interessieren sie sich nicht für Kuchen und süße Getränke. Sie bilden auch keine Staaten (Solitärbienen), jedes Weibchen versorgt sein Nest ganz alleine. Fühlt sie sich bedroht, sucht sie das Weite und baut anderswo neu.

Doch auch unter den Wespen gibt es solitäre Nisthilfenbewohner, die uns ebenfalls nicht gefährlich werden.

 

Alles über Wildbienen, einschließlich Bauanleitungen für Nisthilfen  :

www.wildbienen.de

www.wildbienen.info

www.hymenoptera.de

Spitzmaus

 
Ist die “ Spitzmaus “ eine echte Maus ?
 
Die sogenannte “Spitzmaus” ist gar keine Maus. Sie sieht nur so aus !
Sie gehört nämlich nicht zu den Nagetieren , sondern zu den “Insektenfressern”, zu denen auch Igel und Maulwürfe zählen. Entsprechend gestaltet sich auch ihr Speiseplan nicht vegetarisch wie der echter Mäuse. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Spinnen und Insekten. Das ist auch an den Zähnen zu erkennen. Sie steht unter Naturschutz, ebenso wie Igel und Maulwurf.

Fledermäuse

 

Fledermäuse auf Wohnungssuche

Sie jagen in der Nacht, haben ein unglaubliches Gehör und vertilgen jede Menge Insekten.

Eine Fledermaus kann im Verlauf eines Sommers etwa 1 Kilogramm Insekten vertilgen. Leider gehören alle 25 verschiedenen Arten die in Deutschland vorkommen als gefährdet. Sie stehen auf der Roten Liste.

Mit meist nur einem Jungen pro Jahr ist ihre Vermehrungsrate ausgesprochen niedrig. Zudem finden sie kaum noch geeignete Verstecke. Im Handel gibt es schon fertige Fledermaus Quartiere zu kaufen. Um Fledermäuse in den Garten zu locken, können Sie nachts duftende Pflanzen wie Geißblatt ,weiße Lichtnelke u.a. pflanzen.

Sie ziehen nachtaktive Insekten in Ihren Garten, die Lebensgrundlage der Fledermäuse.

Insekten als nützliche Helfer

 Florfliegendie

auch Goldaugen oder Blattlauslöwen genannt werden. Große Räuber sind Florfliegenlarven. Die bräunlichen Larven packen mit ihren zangenförmigen Kiefern Blattläuse, Spinnmilben, Schild u. Blutläuse.  Eine einzige Larve frisst 200-500 Blattläuse und andere Schädlinge.

 

Marienkäfer

Käfer und Larven fressen vor allen große Mengen an Blattläusen. Eine Larve vertilgt während ihrer 20-tätigen Lebenszeit 400-800 der kleinen Schädlinge. Nach der Winterruhe sind Marienkäfer besonders hungrig und räumen schon im Frühling kräftig im Garten auf.

 

Schlupfwespen

Sie haben einen Legestachel am Hinterleib. Mit diesem “Mordinstrument” bohren die Schlupfwespen u.a. Blatt- läuse an u. legen ihre Eier in dem lebenden Tier ab. Die Larve frist von innen her ihren Wirt auf. Ein Schlupfwespenweibchen kann 200-1000 Läuse mit Eiern belegen.

Regenwurm

Zu den treuesten Gehilfen des Gärtners gehört  der Regenwurm

Haben Sie gewusst ?

Regenwurm - Kothäufchen enthalten hohe Nährstoff-

konzentrationen. Die folgenden Werte aus einer Analyse

zeigen an, wie hoch der durchschnittliche Gehalt an

Hauptnährstoffen im Vergleich zur Erde der näheren Umgebung ausfallen kann.

     5 x mehr Stickstoff       2 x mehr Magnesium

     7 x mehr Phosphor      4 x mehr Kalk

   11 x mehr Kali - Diese Zahlen können schwanken,

abhängig von Boden und Nahrungsverhältnissen.

Sie sind aber immer beeindruckend hoch.

Die kleinen unterirdischen Helfer setzen in einem Jahr

das 70-fache ihres eigenen Gewichts in feinsten, frucht-

baren Humus um.

Scherzhaft gesehen, es wird wohl niemand mit dem

“Schäufelchen” die Kothäufchen einsammeln.

Nützliche Insekten

Laufkäfer

zu ihnen gehören u.a. der Goldlaufkäfer, der Gartenläufer und der Puppenräuber. Sie haben alle lange, kräftige Beine und feste dunkle Flügeldecken. Die Käfer und ihre Larven gehören zu den großen Räubern, die Puppen, Raupen, Drahtwürmer, Kartoffelkäfer, Kartoffelkäferlarven und Schnecken jagen. Kleine Arten fangen auch Läuse u. Milben.  Man sollte sie als Nützling erkennen und nicht aus Unkenntnis tottreten. Achten Sie auf die grün-goldenen Flügel !

Schwebfliegen

werden manchmal mit Wespen verwechselt u. deshalb getötet. Sie ist schwarz-gelb gemustert, aber relativ klein nur 7 - 15 mm. Ihre Eier legen sie in Blattlauskolonien ab. Die weiß oder gelblich gefärbten Larven sehen aus wie Maden. Die erwachsenden Schwebfliegen leben vom Blütenstaub und Honig. Sie spielen eine wichtige Bestäuberrolle. Die Larven ernähren sich dagegen von Blattläusen. Während ihrer kurzen Lebenszeit von 8 - 15 Tagen verzehrt eine Larve rund 400 - 800 Läuse.

Manchmal lästig - aber nützlich

Nichts ist im Garten so gefürchtet wie ein Wespenstich.

Leider wird sie zu oft gnadenlos gejagt und getötet. Dabei wird vergessen das auch sie zu den Nützlingen zählt. In ihrem Leben von 6 - 8 Monaten vertilgt sie Unmengen an Schädlingen. 60 Wespen können ca. 200 Fliegen verspeisen. Von den vielen Wespenarten die es gibt, sind nur zwei Arten: die DEUTSCHE Wespe u. die GEMEINE Wespe die sich gerne als ungebetene Gäste auf dem gedeckten Tisch niederlassen.

TIPP : Schälchen oder Tellerchen mit Gewürznelkenpulver auf dem Tisch verteilt, hält garantiert die Wespen ab. Diesen Geruch mögen sie nicht. Nach Gebrauch in ein Glas mit Deckel geben. So kann man es einen ganzen Sommer verwenden, sogar noch ein Jahr später. Man kann auch einige Tropfen Nelkenöl (Apotheke) auf ein Bierdeckel träufeln - der Geruch ist aber sehr streng u.gewöhnungsbedürftig.

Sollte man zu Hause noch “alte” Gewürznelken haben, einfach in den Mixer und zerkleinern, das tut’s auch !

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